>> Gemeinsam Unterhaltsames erleben

Die Hitze ist vorbei, die Temperaturen werden wieder angenehmer – der Herbst ist da! Auch für diese Jahreszeit haben wir für Familien einige Anregungen zusammengestellt, die eine tolle gemeinsame Zeit versprechen. Texte und Fotos, sofern nicht explizit vermerkt: Redaktionsbüro Holger Hoeck (hoeck@redaktion-hoeck.de)

Kölner Norden

Fahrt mit der Seilbahn

Einer der Kölner Klassiker schlechthin wird auch im Herbst für tolle Momente sorgen, die garantiert vielen Familienmitgliedern noch längere Zeit im Gedächtnis bleiben werden. Daher: Einsteigen in die Kölner Seilbahn und eine tolle Fahrt über den Rhein und die Zoobrücke von Riehl nach Deutz (oder natürlich umgekehrt) genießen!
Am 21. Juli 1955 beschloss der Rat der Stadt Köln, eine viersitzige Kleinkabinenbahn über den Rhein zu errichten – zunächst jedoch nicht als Dauereinrichtung, sondern lediglich begrenzt auf fünf Jahre. Im April 1957, und somit pünktlich (!) zur Eröffnung der ersten Bundesgartenschau, erfolgte die offizielle Eröffnung durch Oberbürgermeister Theo Burauen und Zoodirektor Wilhelm Windecker. 1998 übertrug die Stadt Köln die Seilbahn an die Kölner Verkehrs-Betriebe AG, deren 100prozentige Tochter die Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH ist. Der Markenname wurde in „Kölner Seilbahn“ geändert, und moderne Technik hielt Einzug für den Betrieb der Seilbahn. Bis heute ist die Kölner Seilbahn eine Attraktion für zahlreiche Touristen wie Kölner, für wenige Minuten den Ausblick auf die beiden Rheinseiten der Stadt zu genießen. Doch auch für Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen oder sonstige Anlässe wird die Seilbahn als Transportmittel gewählt. Besonders attraktiv sind die Sonderfahrten, etwa zur Museumsnacht, zu Halloween oder zur „Langen Nacht der Kölner Seilbahn“.
Wer Glück hat oder gerne auch mal beim Einsteigen ein paar Minuten wartet, ergattert für die Fahrt vielleicht eine der besonders gestalteten Gondeln, etwa der „Sendung mit der Maus“ oder des Kölner Zoos. Wir wünschen jedenfalls gute Fahrt und viel Spaß!
PS: Und wer möchte, kann nach dem Ausstieg entweder im Zoo oder im Rheinpark den Familienausflug um weitere schöne Stunden verlängern.

Kölner Osten

Radeln oder Wandern entlang der Strunde

Wenn die Tage kürzer werden und das Laub der Bäume immer mehr die Straßen bedeckt, ist zweifellos der Herbst eingekehrt. Wie wäre es daher denn mit einem Ausflug per Rad oder zu Fuß mit der Familie an einem schönen Herbst-Sonntag? Radeln oder wandern Sie doch mal entlang der Strunde. Diese fließt und endet auf Kölner Gebiet und durchquert dabei die Stadtteile Dellbrück, Holweide, Buchheim und Mülheim. Sie können daher am Ende, also auf Kölner Gebiet, anfangen und die Strunde, die einst eine relevante Wasser- und Energiequelle für die Region darstellte, bis zu ihrer Quelle in Herrenstrunden (gehört zu Bergisch Gladbach) im Bergischen Land begleiten.
Die Strunde, ein ehemals rechter Nebenfluss des Rheins, endete ursprünglich an der Stadtgrenze zu Köln, doch irgendwann kam die Idee auf, sie bis nach Mülheim zu verlängern. Dies hatte den Hintergrund, neue Mühlen erbauen zu können und somit Wasser der Wiesenbewässerung zuzuführen, was den Bauern einen besseren Heuertrag versprach. Zur Realisierung der Verlängerung, die auf eine Initiative von Mülheimer Bürgern oder des Ritters von Iddelsfeld zwischen 800 und 1200 n.Chr. zurückgehen soll, musste ein Bachbett respektive Kanal erschaffen werden, dessen Material möglichst wenig Wasser versickern ließ.
Der Trip kann aber natürlich auch an der Quelle begonnen werden. Der Bachlauf beginnt unterirdisch bei Spitze und tritt bei Herrenstrunden an die Oberfläche. Er fließt durch das Strundetal entlang der L286 nach Bergisch Gladbach, wo er größtenteils unterirdisch in Rohren geführt wird, um dann kurz vor Thielenbruch wieder an das Tageslicht zu treten. Ab der Gierather Mühle (in Dellbrück, Ortsteil Strunden) fließt der Bach größtenteils durch stark bebautes Gebiet, zum Teil oberirdisch über Holweide weiter bis Buchheim, von wo er in die Kanalisation und später ins Klärwerk Stammheim mündet.
Am Wegesrand der Strunde befinden sich zudem einige Info-Tafeln, die über die Historie der Gegend aufklären. So erfährt man, dass vor der Entwicklung der Dampfmaschine die Wasserkraft eine der wichtigsten Krafterzeuger neben der menschlichen Arbeitskraft war und daher zahlreiche Mühlen an der Strunde gebaut wurden, um diese Kraft für ihre Arbeiten zu nutzen. Recherchen haben zudem ergeben, dass sich im 18. Jahrhundert vermutlich über 40 Mühlen nahe der Strunde befanden. Vollständig erhalten ist nur noch die Iddelsfelder Mühle. Tipp zur Einkehr mit dem Nachwuchs: Am östlichen Ortsausgang von Bergisch Gladbach zeigt das Papiermusem Alte Dombach, wie früher Papier an der Strunde hergestellt wurde.

Kölner Süden

Minigolf am Rheinufer

Der Sandstrand von Rodenkirchen ist auch im Herbst ein attraktives Plätzchen, um die Seele baumeln zu lassen. Erlebnishungrige Familien können jedoch noch ein Stück weiter am Rhein entlang der Uferstraße spazieren und bei einer Partie Minigolf den internen besten Spieler ausspielen.
Diese für Köln fast schon einzigartige Minigolf-Anlage zeichnet sich durch ihre herrliche und wunderbare Lage aus. Sie grenzt östlich an den Waldrand, südlich an Wiesen und nördlich an das Rheinufer im Naturschutzgebiet Weißer Bogen an der Kreuzung Uferstraße / Weisser Leinpfad. Das gesamte Gebiet zwischen Rodenkirchener Sandstrand und der Rheinfähre nach Zündorf ist ohnehin ein beliebtes Ausflugs- oder Etappenziel für Sportler, Radfahrer wie auch Spaziergänger, doch auch eine Anfahrt mit dem Auto ist aufgrund des vorhandenen Parkplatzes kein Problem. ÖPNV-Nutzer fahren mit der Linie 135 bis zur Haltestelle Uferstraße.
Auf 18 Bahnen lädt die Anlage zu Spiel und Spaß ein. Eine sportliche Auszeit ist hier bei einem Besuch des Kiosks möglich, wo es Erfrischungen, Kalt- und Heißgetränke wie auch Eis zu erwerben gibt. Möchten sich Kinder auch nach einer Partie Minigolf weiterhin austoben, lädt der gemütliche Spielplatz mit Rutsche, Sandkasten und Spielhaus zu weiteren Abenteuern ein.

Kölner Westen

Spielen am Mediapark

Zwischen Bahngleisen und den Hochhäusern des Mediaparks liegt der große Abenteuerspielplatz im August-Sander-Park. Der Spielplatz eignet sich hervorragend sowohl für Kleinstkinder wie auch für ältere Kinder. Während der Nachwuchs jede Menge Spaß nicht nur auf einer der beiden großen und langen Rutschen erleben kann, können es sich die Eltern an Picknicktischen und auf Bänken für Gespräche, etwa für einen Austausch über erzieherische Tipps, gemütlich machen.
Neben den Rutschen verfügt der Spielplatz über eine Kletterspinne, eine Holzeisenbahn für Klettererlebnisse und auch einen Spielturm. Ferner gibt es eine Wippe, eine Doppelschaukel und ein Karussell. Kinder mit Phantasie und Einfallsreichtum können hier zweifellos tolle Abenteuer erleben. Der Spielplatz ist garantiert ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie –  nicht nur, aber insbesondere im Herbst.