Jetzt, wo es im Frühjahr endlich wieder warm wird, möchten wir die Familien zu Ausflügen in die Welt der Tiere animieren. Es macht doch unheimlich Spaß, wenn sich die Eltern mit ihren Kindern am Wochenende auf den Weg machen, um Tiere zu besuchen, diese zu beobachten und sie sogar noch berühren und füttern zu können. Daher haben wir hier einige Tipps zusammengestellt – in der Hoffnung, hiermit neue tierische Anreize geben zu können.
Hans Knipp wusste bereits Anfang der 1970er Jahre, was Spaß bereitet. „Ene Besuch em Zoo“ sang der kölsche Komponist und Textdichter und wusste mit dem Zusatz „Nä, wat is dat schön“ seine Zuhörer zu begeistern. Auch heute, über einem halben Jahrhundert später, hat die Heimat zahlreicher Tiere nichts von seiner Attraktivität eingebüßt und ist immer noch eine der Top-Adressen für Familien insbesondere mit kleineren Kindern.
Was gibt es aber auch hier nicht alles zu sehen und teilweise auch anzufassen. Elefanten, Nilpferde, Meerestiere, Reptilien, Affen, Echsen, Paviane oder Erdmännchen sind nur einige der mehr als 10000 Tiere, die sich im Stadtteil Riehl in der Nähe der Seilbahn tummeln. Zwischen den Gehegen, auf den Spielplätzen oder auch an den Verpflegungsständen vergeht die Zeit viel zu schnell, und ehe man sich versieht, geht die Sonne schon wieder unter, und man wird gebeten, das „Abenteuerland“ zu verlassen.
Der Zoo lockt jedoch nicht nur mit seinen tierischen Stars die Besucher an. Auch zusätzliche Attraktionen wie das temporär aufgestellte Riesenrad oder natürlich das winterliche „China Lights“-Festival sind nur einige der weiteren Gründe, sich auf den Weg in den Kölner Norden zu machen. Und wie wäre es dann noch mit einer Einkehr ins Zoo-Restaurant? Mit Blick auf den „Clemenshof“ lockt nicht nur der sonntägliche Brunch in die schön gestalteten Räume. Und danach direkt rüber zum gleichnamigen Bauernhof, wo viele Tiere darauf warten, von großen und kleinen Händen gestreichelt zu werden.
Ganz klar: Ene Besuch em Zoo lohnt sich immer!
Der Stadtteil Dünnwald ist nicht nur aufgrund seiner ruhigen Lage mit vielen Grünflächen ein sehr beliebtes und stark nachgefragtes Veedel auf der Schäl Sick. Hier gibt es zudem angenehme Möglichkeiten, die Zeit zu verbringen (etwa in einem Café oder einer Gaststätte auf der „Hauptstraße“, der Berliner Straße) und gleichzeitig die Seele baumeln zu lassen.
Eine wunderbare Option für Familien ist ein Besuch des ganzjährig geöffneten und ohne Eintrittsgeld frei zugänglichen Wildparks. 1957 gegründet, ist der Park mit seinen gut 20 Hektar Fläche einer der größten und attraktivsten Wildparks in Köln und im Umland. In den großflächigen Gehegen sind verschiedene Wildarten zuhause, darunter neben heimischen Wildtieren wie Wildschweine, Dam- und Muffelwild auch seltene, vom Aussterben bedrohte Wisenten (Europäische Bisons).
Tierfreunde können von einer zweistöckigen, überdachten Aussichtskanzel den Blick über das weitläufige Gelände schweifen lassen, so dass die Tiere ohne Zäune aus sicherer Entfernung beobachtet werden können. Wer den Tieren indes ganz nah kommen möchte, kann dies aber gerne machen und sie auf Wunsch auch füttern. Mit dem Kauf des Futters aus vier bereitstehenden Automaten erfüllt der Besucher einen guten Zweck, denn die Einnahmen werden durch den Förderverein zum Ausbau und Erhalt des Wildparks eingesetzt. Natürlich gibt es aber auch im Wildpark Spielplätze und genügend Grünflächen, wo sich die Kinder austoben oder Familien eine tolle gemeinsame Zeit verbringen können.
Zündorf würden viele Einheimische aufgrund der Lage im süd-östlichen Teil der Stadt nicht mehr zu Köln zählen, doch Zündorf ist ein Stadtteil von Porz, das 1975 durch das „Köln-Gesetz“ zu einem weiteren Bezirk der Stadt wurde.
Es sind jedoch nicht nur die Porzer, die gerne ihre Freizeit in Zündorf, etwa auf der Freizeitinsel „Groof“ direkt am Rhein (mit zahlreichen Attraktionen für Jung und Älter), verbringen. Im Grunde kommen die Gäste von überall her, auch aus dem nahegelegenen Rhein-Sieg-Kreis. Beliebt sind hierbei auch Konzerte in der Klosterkapelle oder Ausstellungen im Wehrturm.
Bei Familien begehrt ist zudem ein Besuch in „Rolfs Streichelzoo“, der nicht nur Kindern ein spannendes und tierisches Besuchserlebnis bietet. Hier sind alle Gäste unabhängig ihres Alters eingeladen, die Tiere zu berühren, zu füttern und ihr Verhalten zu beobachten. Die Ponys Kasimir und Nepomuk, die Kängurus Max und dessen Familie wie auch die Minischweine Schnitzel und Trüffel warten auf alle und werden garantiert die Besucher be- und verzaubern. Weitere Bewohner sind Lamas, verschiedene Sittiche, Nandus, Ziegen, Schafe oder Esel.
Der Streichelzoo nahm seinen Anfang, als Inhaber Rolf Effenberger ehrenamtlich eine Papageien-Auffangstation betrieb, in der inzwischen über 100 Vögel (Abgabetiere, Verwahrloste wie auch vom Amt oder Zoll beschlagnahmte Vögel) ein neues Zuhause gefunden haben. Mit der Zeit kamen indes weitere Tiere hinzu, die aus verschiedenen Gründen von ihren Besitzern abgegeben wurden. So hat sich aus der Papageien-Auffangstation ein Streichelzoo entwickelt. „Rolfs Streichelzoo“ anerkennt daher seine vornehmliche Aufgabe darin, alten, verstoßenen, ausgesetzten Tiere sowie Tieren von Menschen, die sie nicht mehr versorgen können, ein würdevolles Leben einschließlich notwendiger medizinischer Hilfe zu schenken. Doch natürlich steht auch der Kontakt zu den Tieren durch Streicheln und Füttern im Fokus, um hierdurch allen Besuchern Freude zu bereiten. (Logo der Webseite entnommen)
Schon seit vielen Generationen ist der Lindenthaler Tierpark ein gern besuchtes Ziel für gemeinsame Familienunternehmungen. Besonders die Kleinen freuen sich über die Möglichkeit, Tiere aus der Nähe beobachten und im Park spielen zu können. Während naturgemäß Familien an Wochenenden und Feiertagen den Tierpark aufsuchen, nutzen Kindergärten wie Grundschulen unter der Woche die kostenlose Gelegenheit, mit den Kindern in den Tierpark zu gehen, um dort den Vormittag in der Natur zu verbringen.
Der Tierbestand variiert in der Anzahl. Rund 26 Stück Damwild, 25 Ziegen, Hochlandrinder, viele Schafe, Truthähne und -hühner, Pfauen, Wassergeflügel und verschiedene Hühnerarten sind ständig untergebracht. Darüber hinaus bevölkern so genannte „Freiflieger“, also Enten- und Gänsearten, die sporadisch zu Gast sind, den Tierpark.
Mitgebrachtes Futter darf NICHT verfüttert werden! Es empfiehlt sich, zur Fütterung das geeignete Futter aus den entsprechenden Automaten zu verwenden. Hunde dürfen nicht auf die Anlage mitgenommen werden; Fahrräder müssen geschoben werden.
Weitere Infos erhalten Sie unter: www
VEEDELLIEBEN e.V.
Verbund der Kölner Interessengemeinschaften
Hauptstraße 94
50996 Köln