> Für viele Bewohner eines Veedels gehört sportliche Bewegung zum elementaren Bestandteil des alltäglichen Lebens. Regelmäßiges Training im Sportverein oder im Fitness-Studio sind jedoch nur einige Möglichkeiten, sich aktiv zu betätigen.

Zahlreiche Freizeitsportler lieben es etwa, durch ihr Veedel zu joggen oder zu radeln. Schnell haben die meisten dabei ihre Lieblingsroute gefunden und ausgearbeitet. Im Idealfall fernab von lauten oder stark befahrenen Straßen drehen sie ihre Runden und genießen gerne die Grünflächen und Wälder ihres Veedels. Beim Austausch unter ihresgleichen geben sie sich gegenseitig Tipps, welche landschaftlichen Kleinode noch vorhanden sind, und erhalten hierdurch neue attraktive Impulse und Anregungen.

Manchen genügt aber auch ein Trimm-Dich-Pfad, um den Körper zu stählen. Auch diese Übungsstätten sind in manchen Veedel ebenso vorhanden wie weitere frei zugängliche Sport- und Trainingsstätten, die ein schnelles Fußballspiel, Basketball-Duelle oder gemeinsames Yoga erlauben.

Und wem das noch nicht reicht oder lieber eine andere Beschäftigung sucht, findet bestimmt im Umfeld einen Verein, der gefällt. Dabei müssen es auch nicht unbedingt die „großen“ bekannten Sportarten sein. Auch Boule, Kegeln oder Schach kann mit Gleichgesinnten aus der Nähe gespielt werden.

Machen Sie sich schlau, informieren Sie sich in Ihrem Veedel – oder probieren Sie doch einen der folgenden Vorschläge mal aus.

Kölner Norden

Klingelpützpark (Vogteistr. 17)

Auf dem Gelände des ehemaligen Kölner Stadtgefängnisses zwischen Hansaring und Kyotostraße liegt der Klingelpützpark, der zahlreiche Entspannungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten bietet. Bis 1969 stand hier noch das Gefängnis Klingelpütz, doch von der Vergangenheit des Areals ist nur noch der Name geblieben. Heute steht das Gelände für einen einladenden Park, in dem zusätzlich mehrere Möglichkeiten zu sportlichen Aktivitäten existieren. Basketballkörbe laden zu sportlichen Vergleichen ein; es gibt eine Skateboardrampe sowie eine Tischtennisplatte. Der Spielplatz mit Klettergerüsten und Seilbahn weckt besonders das Interesse der kleineren Besucher.

Kölner Norden

Boule-Bahn Nippes (Niehler Kircheweg)

Der Präzisionssport Boule findet auch in unserer Stadt immer mehr Anhänger, die mit großer Begeisterung Jagd auf die kleine Zielkugel machen. Eine wunderschöne Anlage, diesem Freizeitsport nachgehen zu können, befindet sich in Nippes unweit des „Altenberger Hofs“. Dies ist die sportliche Heimat des „Nippeser Boule-Clubs“ (NBC). Viele Anhänger des aus Frankreich stammenden Spiels loben besonders die gemütliche Atmosphäre am Abend, wenn unter Flutlicht bei warmen Temperaturen dem Hobby nachgegangen werden kann. Hier kommen auch Neueinsteiger schnell ins Gespräch mit Gleichgesinnten und finden neue Freunde für zukünftige Wettkämpfe gegeneinander.

Kölner Osten

Joggen am Rheinufer

Joggen am Rhein ist eine reizvolle Angelegenheit, und jeder Hobby- oder semiprofessioneller Läufer hat natürlich seine Lieblingsstrecke(n). Die „Schäl Sick“ hat mittlerweile nicht nur bei vielen Kölnern an Attraktivität gewonnen, die besonders die Strecke entlang der Poller Wiesen genießen. Ein guter Startpunkt ist etwa die Drehbrücke in Deutz, von wo es vorbei an den satten grünen Wiesen geht. Dabei kann immer wieder der Blick auf die andere Rheinseite wandern, wo der Rheinauhafen mitsamt Schokoladenmuseum und Kranhäusern eine willkommene optische Abwechslung bieten. Wer noch nicht genug hat, kann bis zur Rodenkirchener Brücke laufen und dort vielleicht im urgemütlichen „Poller Fischerhaus“ eine Rast einlegen.

Kölner Osten

Trimm-Dich-Pfad (Moses-Heß-Str. 62-64)

Seit längerer Zeit, spätestens jedoch seit der Corona-Pandemie, sind Trimm-Dich-Pfade wieder stark nachgefragt, von denen in Köln zahlreiche existieren. Einer der bekannteren Übungsplätze ist der Fitnessplatz Köln, der über mehrere Kraftgeräte verfügt, die keine Muskelgruppe aussparen. In direkter Nähe zum Rhein informieren Info-Tafeln über die korrekte Durchführung der jeweiligen Übungen und benennen die Körperregionen, die hierdurch trainiert werden. Dank verschiedener Schwierigkeitsgraden können sich sowohl Anfänger wie auch Fortgeschrittene und Profis an den Geräten sportlich betätigen.

Insgesamt warten über zwei Dutzend Trimm-Dich-Pfade im gesamten Stadtgebiet auf sportlich begeisterte Personen.

Kölner Süden

Volksgarten (Eifelstraße)

Bis vor wenigen Jahren war der Begriff „Slackline“ (oder auch „Slacklinen“) nur Experten bekannt. Inzwischen wissen jedoch die meisten Bürger, die dieser Trendsportart nacheifern, dass es sich hierbei um ein Kunstfaser- oder Gurtband handelt, auf dem versucht wird, möglichst lange und ohne Bodenberührung zu balancieren. Die Anforderungen für den Sportler sind ein Zusammenspiel aus Balance, Konzentration und Koordination. Slacklinen eignet sich zudem für Sportarten, die ein gutes Gleichgewichtsgefühl voraussetzen.
Unter Slackline-Anhängern hat sich inzwischen der Volksgarten in Zollstock einen guten Ruf erworben. Mit drei Pfosten und zwei Bäumen bietet er jede Menge Varianten. So können hier zeitgleich bis zu zehn Slacklines gespannt werden, deren Distanzen zwischen 5 und 22 Metern betragen. Anfänger können erste Versuche zunächst auf der Fünf-Meter-Strecke unternehmen, während die längste Distanz auch für erfahrene Sportler eine Herausforderung darstellt.

Kölner Süden

Brückenlauf

Natürlich sollen auch die Jogger bei unseren Tipps und Anregungen nicht zu kurz kommen. Für sie haben wir eine Brücken-Strecke herausgesucht,die über die Rodenkirchener Brücke und Severinsbrücke in die Kölner Südstadt führt. Der Start ist am  Schokoladenmuseum; danach kann durch den Rheinhaufen Richtung Ubierring gelaufen werden. Bleiben Sie auf der herrlichen Rheinpromenade und genießen Sie, wenigstens kurzzeitig, die Aussicht über den Rhein auf die andere Rheinseite. Zwischen der Südbrücke und der Rodenkirchener Brücke sollten Sie die beiden Steigungsabschnitte nutzen. Kurz vor der Rodenkirchener Brücke steigen Sie eine Treppe zum Heinrich-Lübke-Ufer hoch und passieren dann die Rodenkirchener Brücke. Auf der anderen, also der rechtsrheinischen Rheinseite geht es über oder entlang der Poller Wiese zurück zur Severinsbrücke. Nehmen Sie die Wendeltreppe und überqueren Sie erneut den Rhein. Laufen Sie entlang der Straßenschleife zur Mechtildisstraße; von hier können Sie dann zurück zum Ausgangspunkt, dem Schokoladenmuseum.

Präzisionssport Boule findet auch in unserer Stadt immer mehr Anhänger, die mit großer Begeisterung Jagd auf die kleine Zielkugel machen. Eine wunderschöne Anlage, diesem Freizeitsport nachgehen zu können, befindet sich in Nippes unweit des „Altenberger Hofs“. Dies ist die sportliche Heimat des „Nippeser Boule-Clubs“ (NBC). Viele Anhänger des aus Frankreich stammenden Spiels loben besonders die gemütliche Atmosphäre am Abend, wenn unter Flutlicht bei warmen Temperaturen dem Hobby nachgegangen werden kann. Hier kommen auch Neueinsteiger schnell ins Gespräch mit Gleichgesinnten und finden neue Freunde für zukünftige Wettkämpfe gegeneinander.

Kölner Westen

Trimm-Dich-Anlage (Nähe Adenauer Weiher)
Neben Joggen und Ballsportarten unter freiem Himmel sind auch Trimm-Dich-Anlagen bei vielen Freizeitsportlern heiß begehrt. Besondere Attraktivität besitzen die Geräte, die der ehemalige FC-Profi Matthias Scherz mit seinem Verein „Scherz e.V.“ am Adenauer Weiher in unmittelbarer Nähe zum Stadion im Stadtteil Müngersdorf realisierte. Zahlreiche Geräte laden hier zu verschiedenen Übungen ein und trainieren Bizeps, Trizeps oder die Bauchmuskulatur. Der Boden ist mit Holzmulch bedeckt, so dass etwas ungeschicktere Sportler keine Verletzungen davontragen. Erklärungstafeln an jedem Gerät geben zudem Auskunft, wie die einzelnen Übungen ablaufen sollten.

Kölner Westen

Radtour rund um Ehrenfeld

Radfreunde haben die ganz große Auswahl in Köln. Es gibt zahlreiche Tipps in Büchern oder auf Webseiten für kürzere oder auch ausgiebige Rundfahrten, die oft bis ins Kölner Umland reichen. Wir haben uns für eine Tour rund um den Bezirk Ehrenfeld entschieden, die wir hier vorstellen möchten.

Startpunkt ist am Brunnen im Mediapark. Nutzen Sie die dortige Brücke, um über die Bahngleise zu gelangen. Vom Herkulesberg, der höchsten Innenstadt-Erhebung, kann die Aussicht genossen werden. Die Fahrt führt anschließend über den Parkgürtel zum Blücherpark, wo bei Bedarf der Biergarten für eine Pause lockt. Nach Passieren der Kleingartenanlage in Höhe des Stadtteils Bilderstöckchen führt die Route über eine Holzbrücke, die die Äußere Kanalstraße überspannt. Von hier geht es durch den Bürgerpark Nord, der sich links und rechts der Autobahn A 57 erstreckt. Allmählich nähern Sie sich nun dem Äußeren Grüngürtel, den der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer Ende der 1920er Jahre auf dem ehemaligen äußeren preußischen Befestigungsring anlegen ließ. Vorbei am Nüssenberger Busch wird bald darauf das Erholungsgebiet Stöckheimer Hof erreicht, danach führt die Tour über die Venloer Straße weiter zum Haus Belvedere, einem historischen und 1839 im Landhaus-Stil erbauten ehemaligen Bahnhofs. Nicht weit weg befindet sich mit dem Müngersdorfer Stadion (jetzt „RheinEnergieStadion“) die Heimstätte des 1. FC Köln und der herrliche Adenauerweiher, der zu einer Rast einlädt. Die Militärringstraße überquerend, wird bald der 100 Hektar große Stadtwald erreicht, der große Wiesen, ausgedehnte Gewässer und viele Erholungsmöglichkeiten bereithält. Eine besondere Attraktion ist der Tierpark mit Damwild, Ziegen und vielen Vogelarten. Über den Inneren Grüngürtel und den Lindenthaler Kanälen treten Sie allmählich die Rückfahrt an. Am Aachener Weiher animiert ein Biergarten erneut zu einer gemütlichen Einkehr. Durch den Stadtgarten in der Nähe des Bahnhofs West erreicht man kurz darauf wieder den Mediapark, den Ausgangspunkt der Radtour.