> Anfang bis Mitte November ist Sankt Martin-Zeit. Besonders viele kleine Kölner denken hierbei an Umzüge mit Kita-oder Schulfreunde, wobei zuvor mit sehr viel Liebe und Leidenschaft eigene Laternen für den Zug durchs Veedel gebastelt und geklebt wurden. Kulinarisch Interessierte sehen beim Stichwort „Sankt Martin“ indes herrlich gebratene und knusprige Gänsebraten vor ihrem geistigen Auge. Sankt Martin bedeutet für die Liebhaber von Gänsebrust, keulen und sonstigen Leckereien der Startschuss für die genussreichste Zeit des Jahres. Auch wir wollen uns diesem Festschmaus nicht enthalten und haben ein paar Restaurant-Tipps zusammengetragen, die sich bestimmt für einen Besuch eignen. Dort würde es auch bestimmt Sankt Martin schmecken! Hinweis: Aufgrund der gestiegenen Beschaffungskosten sind die Preise für Gänseessen im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren in vielen Restaurants deutlich gestiegen.

Kölner Norden

Schlüter´s in Weidenpesch (Neusser Str. 494)

Am nördlichen Ende von Nippes, aber bereits in Weidenpesch, befindet sich das Restaurant „Schlüter´s“, nur wenige Gehminuten von der Pferderennbahn entfernt. Hier bietet die Speisekarte eine Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten, die auch Freunde der italienischen Küche, Burger-Fans oder Vegetarier zufriedenstellt. Die Gans findet der Gast bereits bei der Vorspeise, bei der Gänsestrudel mit Ziegenmarmelade an Rotkohlsalat angeboten wird. Die meisten werden jedoch die Gänsekeule auf Orangensoße mit Klößen und Rotkohl als Hauptspeise wählen, um die besondere Jahreszeit schmackhaft zu begehen.

Kölner Osten

Gasthaus „Zur Alten Schule“ (Olpener Str. 928)

Bei der Lektüre der sehr überschaubaren Kölner Tageszeitungs-Landschaft oder dem Besuch einschlägiger Webseiten fällt immer wieder auf, dass der Kölner Osten bei kulinarischen Tipps nahezu ausschließlich unberücksichtigt bleibt. Das ist sehr schade, denn natürlich existieren auch hier wunderbare Lokale und Gaststätten, die nicht nur die Zubereitung leckerer Gänse-Speisen beherrschen. Im Stadtteil Brück kann das Gasthaus „Zur Alten Schule“ gleich neben der Kirchengemeinde St. Hubertus und gegenüber des Seniorenzentrums St. Vinzenzhaus regelmäßig Stammgäste besuchen. Zur Gänsezeit gesellen sich zu ihnen indes auch noch neue Besucher hinzu. Inhaber Sascha Halm und seine Familie stehen hierbei für gepflegtes und ausgefallenes Essen im Landhausstil. Das Gänseessen wird hier als Menü serviert. Hierbei wird mit einer Praline vom Gänseklein gestartet, bevor es über Brust und Keule von der Freilandgans, serviert mit Maronen, Kartoffelknödel und Burgunderkraut, zum gefüllten Bratapfel als Dessert übergeht. Wer Wert auf eine stilvolle Küche legt, ist bei Familie Halm garantiert richtig.

Kölner Süden

Mainzer Hof (Maternusstr. 18)

Als eine der Lieblingsorte der Einheimischen wie auch Touristen ist die Kölner Südstadt längst bekannt. Bei der Suche nach leckerem Gänseessen wird man zweifellos bald fündig. Viele Genussmenschen kehren dabei auch gerne im „Mainzer Hof“ an der Maternusstraße ein. Bereits seit Mitte November bietet Inhaber Yannik Butze und sein Team Gänseessen an, für das indes in diesem Jahr eine Vorbestellung notwendig ist. Der Gast hat hierbei die Wahl zwischen einer kompletten, mit Äpfel und Zwiebeln gefüllten Gans oder einem Zwei- respektive Drei-Gänge-Menü mit Suppe oder Suppe einschließlich Dessert. Als Beilage zur Gans wird klassisch Rotkohl, Klöße und Apfelkompott gereicht. Wer möchte, kann neben dem nicht minder passenden klassischen Wein die Gans auch mit Kölsch, einem Craft-Bier aus dem Hause Sünner, Weißbier oder natürlich alkoholfreien Getränken hinunter spülen.

Kölner Westen

Haus Schwan (Dürener Str. 235)

Seit über einem Vierteljahrhundert ist die kölsche Veedel-Gaststätte „Haus Schwan“ in Lindenthal ansässig und somit längst eine Institution wie auch die Inhaber Bianca Böttger und Sebastian Hegener, die seit Jahren dem „Haus Schwan“ eng verbunden sind. Viele Gäste schwören hierbei nicht nur auf die persönliche Bewirtung durch die beiden, sondern auch auf das Ambiente im Lokal. Und natürlich braucht sich auch das kulinarische Angebot nicht verstecken. Auch im „Haus Schwan“ wird in diesem Jahr die Gans nur auf Vorbestellung zubereitet, um unnötige verschwenderische Produktionen zu vermeiden. Dies gilt sowohl für die im Restaurant servierte Gans als auch für die „Gans zum Mitnehmen“. Der Gänsebraten kommt dabei direkt aus dem Ofen und wird knusprig und saftig traditionell mit Maronen, Apfelspalten, Kartoffelklößen, Rotkohl und reichlich Soße serviert. Wir wünschen guten Appetit!